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„Wahrheit ist die einzige Konstruktion, die keinen Wartungsplan braucht.“

Kapitel 6: Das Kartell der Kälte – Die Anatomie der Misswirtschaft

Werner Schmidt ist ein Mann der Zahlen. Als Ingenieur weiß er: Wenn eine Rechnung nicht aufgeht, liegt ein Fehler im System vor. Doch was er in den Jahren seines Abstiegs erleben musste, war kein Rechenfehler – es war eine gezielte, dokumentierte Misswirtschaft zu seinen Ungunsten.


Die wundersame Geldvermehrung der Bank

Es beginnt mit einer Zahl, die für ein Unternehmen von Werners Größe einst eine Lappalie war: 50.000 Euro. Doch in den Händen der Bank – jener Institution, der Werner jahrelang als Verwaltungsrat mit seiner Expertise gedient hatte – mutierte diese Summe.


Mit einer Präzision, die man sich für die Förderung von Innovationen gewünscht hätte, wurden Zinsen auf Zinsen gehäuft, Gebühren konstruiert und Mahnkosten addiert. Am Ende stand eine Forderung von einer halben Million Euro im Raum. Ein Faktor 10. Das ist keine bankübliche Abwicklung mehr; das ist die Zerstörung einer Existenzgrundlage durch mathematische Eskalation.


Der Verteilungstermin in Rudolstadt: Die Sezierung des Eigentums

Die Dokumente des Amtsgerichts Rudolstadt (Az. K 58/23 und K 59/23) vom 13.11.2025 sind die stummen Zeugen des finalen Akts. Hier wurde Werners Lebenswerk in Triptis – die Gebäude in der Schönborner Straße und an der Neustädter Straße – unter den Hammer gebracht.


Doch die wahre Misswirtschaft zeigt sich im Detail der Protokolle:


  • Was versteigert wurde: Ausschließlich das unbewegliche Vermögen – Grund und Boden, nackte Wände.

  • Was ignoriert wurde: Werners geistiges Eigentum, sein Inventar und seine hochspezialisierten Maschinen. Hier liegt der Kern des Unrechts: Während die Bank sich aus der Teilungsmasse bediente (insgesamt flossen über 176.000 € aus den Objekten an die Gläubiger), wurde Werner in der Praxis alles genommen. Die neuen Eigentümer handelten oft so, als gehöre ihnen mit dem Schlüssel zum Gebäude auch der Geist und das Inventar des Ingenieurs.


Die Verweigerung der Rechenschaft

Bis heute kämpft Werner um eine einfache, logische Antwort: Wie genau setzt sich die Forderung der Bank zusammen? Wo ist die detaillierte Abrechnung der Zuteilungen? In der Welt der Justiz und der Banken scheint Transparenz ein Fremdwort zu sein, wenn es um einen „alten Mann“ geht, dem man bereits den „Genickschuss“ versetzt hat.

Man verweigert ihm die Informationen, die er für seine Steuererklärung und seine Ehre braucht. Man lässt ihn im bürokratischen Nebel stehen, in der Hoffnung, dass ihm die Puste ausgeht.


Fazit der Misswirtschaft

Diese Misswirtschaft hatte System. Sie nutzte Werners Gutmütigkeit und sein Alter aus, um aus einer lösbaren finanziellen Schieflage ein unentwirrbares Knäuel aus Schulden und Rechtsstreitigkeiten zu machen. Werner hat über 40 Jahre lang für 40 Mitarbeiter gesorgt. Er hat Werte geschaffen, die real waren. Das System hingegen hat Werte vernichtet, um aus Papierforderungen Profit zu schlagen.

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